Doreen McCarthy
Aufblasbare Skulpturen Bei der Arbeit von Doreen McCarthy handelt es sich um großflächige aufblasbare Figuren aus mit Polyurethan überzogenem Nylon. Als aufblasbare Objekte spielen sie mit den Extremen von Gewicht und Gewichtslosigkeit und nehmen sich die Freiheit physischen Raum gar Architektur als ein Barometer kultureller Beziehungen zu Fantasie, Eskapismus und utopischen Idealen zu definieren. Die Arbeit lädt zur Interaktion des Betrachters ein als formale Meditation einer physischen und gleichermaßen vergänglichen Erfahrung. Die Skulpturen scheinen durch Material, Volumen, Maßstab und Form in einem ästhetischen Widerspruch zu traditionellen Skulpturen stehen. Es sind eine erhöhte Materialwahrnehmung und ein Bewusstsein von der Beziehung zwischen dem Körper des Betrachters und den elementaren Kunstformen vorhanden. Das Material, in dem sich Kitsch mit technischer Ausführung und visueller Eleganz vermischen, erweitert das Bewusstsein der zeitabhängigen Eigenschaft des Raumes welche weit über seinen Ursprung hinaus nachhallt. In den neuen Plexiglas-Arbeiten spiegelt sich abermals der Hang der Künstlerin wider, alltägliche Materialien in Formen zu transformieren, die sowohl monumental als auch transparent erscheinen. Die Skulpturen gehen über jegliche formale oder illustrative Kategorisierung hinaus, obwohl in ihnen viele Assoziationen impliziert sind. Die Bilder bewahren einen minimalistischen Reiz von augenscheinlicher Struktur, Wahrnehmung und realem Raum, verschmelzen aber gleichermaßen ein konzeptuelles Interesse an Kunst mit physikalischem und intellektuellem Raum. Dies bietet einen neuen Impulsbogen der Extreme von Ordnung und Unordnung und den Elementen der dynamischen Macht des Gewichts, Balancekraft und Widerstand. Der künstlerische Standpunkt konfrontiert mit der Architektur eines spezifischen Platzes, dem Inhalt, Thema und Kontext sowohl theoretisch als auch praktisch. Das Wechselspiel der Koordinaten stimuliert und bereinigt Perspektiven und Orte. Die physikalischen Eigenschaften scheinen im Wandel Begriffen zu sein, abhängig von der Position des Betrachters und der Ausrichtung der Raumbeleuchtung, die den Skulpturen erlauben zwischen Transparenz und Festigkeit zu schweben, und zwischen formaler Schönheit und konzeptueller Starre. Diese Skulpturen zeigen die Erscheinungsformen der Veränderung auf um das Vorher, Nachher und die dazwischen liegenden Veränderung auch dort gleichermaßen sichtbar zu erhalten, wo Schönheit allgegenwärtig ist und Zerbrechlichkeit schmerzlich offenkundig. Die Transparenz verschleiert und bindet die verschiedenen Dimensionen des Daseins.
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